Wabenhonig

 

Wabenhonig stammt direkt aus dem Bienenstaat. Er ist das Rohprodukt, das anschließend vom Imker durch Schleudern seinen reifen Honig freigibt. Lange vor der Entwicklung von Verarbeitungsmethoden naschten Menschen schon die Köstlichkeit direkt von einem Bienenstock – nicht ohne Verletzungsrisiko. Heute wird er fertig verpackt verkauft.

 

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Was ist Wabenhonig?

Wabenhonig

Bei Bienenvölkern ist Wabenhonig die erste Reifestation des kostbaren Naturprodukts. Das Besondere an dieser Art Honig ist seine Herstellung. Denn damit gefüllte Waben geerntet werden können, sind aufwändige Vorbereitungen nötig.

Andere Honigsorten sind in ihrer Herkunft nach Blüten, Wiesen oder Waldmischungen unterteilt. Wabenhonig kann verschiedenste Blüten enthalten, ist also ein besonders ursprüngliches Naschwerk. Außerdem wird er deutlich teurer als Schleuderhonig gehandelt.

Er wird mitsamt der Wabe für den Verkauf abgepackt und enthält mehr wertvolle Inhaltsstoffe als andere Honigsorten. Die Zusammensetzung kann je nach Standort des Bienenstocks unterschiedlich sein.

 

Herstellung und Ernte

In der Natur sind Herstellung und Ernte unbeeinflusst und nur zufällig beobachtet. In der Imkerei kümmert sich der Bienenzüchter (Imker) um vorbereitende, kontrollierende und abschließende Arbeitsschritte. So laufen Herstellung und Ernte in der Imkerei ab:

 

Herstellung

Die Produktion von Honig bereitet der Imker sorgfältig vor. In später verwertbaren Waben setzt er gepresste Wachsplatten in den Bienenstock ein. Damit bestimmt er, wie die Bienen ihren Wabenbau gestalten sollen.

Mit kleinen Holzsteckrahmen erkennen die Bienen außerdem, in welchem Umfang der Bau stattfinden soll. Die Bienen gestalten Waben und beginnen mit ihrer Sammelarbeit. Sie

  • bringen Pollen mit
  • produzieren Propolis als Schutzmittel gegen Keime
  • deckeln jede Wabe, sobald der Honig reif ist.

Zwischendurch schaut der Imker nach dem Reifeprozess. Diesen erkennt er daran, dass immer mehr (und schließlich alle) Waben einen Deckel haben.

 

Ernte

Sobald die Wabe fertig „gepfropft“ ist, ist sie erntereif. Der Imker entnimmt sie vollständig aus dem Bienenstock. Er füllt sie in der Originalform – ohne weitere Nachbehandlung – in Gläser. Die Bienen bekommen neue Wachsplatten und neue Holzrahmen. Sie beginnen mit der emsigen Arbeit also von vorn.

Die Herstellung von Wabenhonig erfordert aufwändige Vorbereitung. Dafür produzieren die Bienen ernte- und abfüllfertige Waben mit Pollen und Honig innen sowie Propolis außen. Die Methode ist naturfreundlich. Die Bienen bekommen ihre „entwendeten“ Waben sofort für die neue Produktion vom Imker ersetzt.

 

Verwendungsmöglichkeiten für Wabenhonig

Gerade der Reichtum an Inhaltsstoffen macht diesen Honig vielseitig in den Verwendungsmöglichkeiten. Allergiker, Naschkatzen und Schönheitsfanatiker profitieren davon.

 

Gesundheitliche Nutzung

In den reifen, gedeckelten Honigwaben speichern Bienen unter anderem Pollen. Das ist vorteilhaft für Betroffene von Heuschnupfen. Sie können mit dem Honig etwa einen Monat vor Beginn der Pollensaison eine leckere Desensibilisierung beginnen.

Der Körper lernt in feiner Dosis die Pollen der Region kennen. Er reagiert bei täglichem Kauen eines Wabenstücks für etwa 15 Minuten immer weniger allergisch auf die später wirklich fliegenden Pollen. Der gesundheitliche Effekt ist für Imker und Heuschnupfenallergiker gleichermaßen von Vorteil. Denn die in der Region gesammelten Pollen sind gleichzeitig die, gegen welche eine rechtzeitige Desensibilisierung am erfolgversprechendsten ist.

Die Bienenwaben sind außerdem mit Propolis überzogen. Die Kombination aus Honig, Pollenresten und Propolis ist äußerst günstig. Sie stärkt das Immunsystem, auch gegen Infekte und Entzündungen der Atemwege.

Wabenhonig wird gesundheitlich besonders häufig zur Desensibilisierung bei Pollenallergien eingesetzt. Er kann außerdem das Immunsystem stärken und Entzündungen hemmen.

 

Kulinarische Nutzung

Frischer Wabenhonig lässt sich kauen wie ein Bonbon. Außen hält das Wachs die Konsistenz kaubar, innen schmilzt durch das Kauen der Honig nach und nach weg. Wie beim Kaugummi ist es dem Genießer überlassen: Ausspucken oder schlucken?

Die ausgekaute Honigwabe wird im Magen immer noch in ihre wohltuenden Bestandteile zerlegt. Wer sich den Verzehr „ohne etwas dazu“ gar nicht vorstellen kann, streicht die Wabe einfach auf einem Brötchen aus. Auch jetzt dürfen alle Bestandteile einschließlich des Bienenwachses gegessen werden.

Kulinarisch ist er wie zu historischen Zeiten als süßer Kaugummi beliebt. Er eignet sich ebenso gut als Brotaufstrich.

 

Geschmack von Wabenhonig

Der Geschmack ist intensiv süß, durchsetzt mit denjenigen Nuancen von Blüten, von welchen die Bienen regional die Pollen sammeln. Zusätzlich hat die Köstlichkeit im Mund eine Konsistenz wie Kaugummi. Immer wieder platzen beim Kauen kleine Mengen Honig heraus.

Nach einer Weile ebbt der intensive Honiggeschmack ab. Eine generelle Aussage zum Geschmack lässt sich nicht treffen. Importe enthalten andere natürliche Geschmäcker als Wabenhonig vom hiesigen Imker. Für Zweifler empfiehlt sich vor dem Kauf ein Besuch bei ansässigen Imkern. Gewiss geben die gerne eine kleine Kostprobe ab.

Bei anderen Honigsorten dominiert entweder ein Blüten- oder Kräutergeschmack. Beim Wabenhonig kann sich dies vermischen. Denn die Bienen sammeln exakt hierfür meistens nicht von für sie kultivierten Flächen. Entsprechend vielseitig ist das Endprodukt.

Der Unterschied zwischen dem Geschmack anderer Honigsorten und dem von Wabenhonig ist eher die Konsistenz. Beim Essen fühlt sich das knackig an und kann je nach Region eine Geschmackstendenz eher zu Kräutern oder eher zu Blüten haben.

 

Wo sollte Wabenhonig am besten gekauft werden?

Inzwischen gibt es den besonderen Honig nicht mehr nur beim Inker, sondern sogar aus Importen und in Onlineshops. Diese drei Kaufmöglichkeiten können je nach Region und Vorliebe gewählt werden:

 

Imker

Der direkte Draht zum örtlichen Imker verspricht frischeste Qualität direkt vom Bienenstock ins Glas (oder in die Wabe). Wo eine solche Einkaufsmöglichkeit besteht, sammeln die Käufer sogar leere Gläser und bringen diese direkt zum Abfüllen mit.

Für den Imker und die vorhandene Landschaft ist dies vorteilhaft. Denn er erfährt rechtzeitig, welcher Bedarf an Waben besteht. So kann er ab Saisonbeginn seine Bienenstöcke für die spätere Ernte in der nötigen Größenordnung vorbereiten. Der leicht höhere Preis im Vergleich zu anderen Kaufangeboten ist das frische Geschmackserlebnis jedoch allemal wert. Gleichzeitig leisten die lokalen Käufer damit einen Beitrag, das Imkereigewerbe regional weiterzupflegen.

 

Feinkostladen

Feinkostläden und Reformhäuser kaufen von Imkern der Region Wabenhonig ein. Der Vorteil bei dieser Kaufmöglichkeit ist eine große Vielfalt hinsichtlich der Herkunft. Denn in diesen Läden steht nicht der Honig eines Imkers, sondern Varianten vieler Imker auch aus anderen Regionen.

Preislich kommt es vor, dass das Glas im Feinkostladen so viel wie beim Imker kostet. Allerdings machen die Läden hin und wieder Rabattaktionen, beispielsweise um einen Sortimentswechsel vorzubereiten. Wer diese Kaufmöglichkeit hat, kann beim Kauf zu Rabatten teilweise ein Drittel des Originalpreises sparen.

 

Internet

Auch im Internet werden Variationen von Wabenhonig angeboten. Statt einer regionalen Auswahl kann der Käufer hier bestimmte Geschmäcker bevorzugen. Beispielsweise überwiegen bei manchen Sorten aus ferneren Gegenden ein Akaziengeschmack oder das intensive Aroma nach Waldblüten.

Preisunterschiede entstehen hier wie im Feinkostladen durch Rabattaktionen sowie den Aufwand für den Einkauf der Sorten (je seltener, desto teurer). Transparenz über die Herkunft der Produkte ist hier von oberster Wichtigkeit.

Wer seinen Honig aus dem Onlineshop beziehen möchte, achtet am besten darauf, ob es sich um ein reines Internetgeschäft handelt oder eine Imkerei auch lokal besucht werden kann. Denn wichtig für eine gute Qualität ist auch beim Wabenhonig die Herkunft.

 

Produktvergleich

 

„ImkerPur®“ Akazien-Honig im Wabenstück

ImkerPur Akazien-Honig im Wabenstück
*Bilder und Links aus dem Amazon Partnerprogramm

Dieser naturbelassene Wabenhonig stammt von regionalen Imkern aus Polen, wo die Bienen abseits von industrieller Landwirtschaft ihrer Arbeit nachgehen.

Der Wabenrahmen wurde vom Imker in Handarbeit für die Bienen vorbereitet. Diese haben ihn mit den Pollen von Akazienblüten zu einer würzigen Delikatesse verarbeitet. Geliefert wird der Honig als Zweierset von je 400 Gramm in einer aromaschützenden Frischebox.

Pro

+ Naturbelassener Honig
+ Erstklassiger Geschmack
+ Sehr gute, stabile & lebensechte Verpackung im Zweierset

Kontra

Keine

 

 

 

„Honig & Co“ BIO Wabenhonig

Honig und Co Wabenhonig
*Bilder und Links aus dem Amazon Partnerprogramm

Die Waben der Honig & Co Imkerei sind Bio zertifiziert. Das Ursprungsland des Honigs ist Österreich.

Pro

+ Bio zertifiziert
+ Weich, lässt sich gut kauen

Kontra

Keine

 

 

Quellen:

1. https://de.wikipedia.org/wiki/Honig
2. https://propolis-ratgeber.info/
3. https://www.wabenhonig.net/
4. http://www.imkerpate.de/

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