Studien und Erforschung von Manuka Honig

 

Manuka Honig gewinnt für die moderne Medizin immer mehr an Bedeutung. Als beliebtes Forschungsobjekt werden regelmäßig neue Studien veröffentlicht.

Die TU Dresden ist eine der wenigen deutschen Universitäten, die den Honig seit mehreren Jahren erforscht. Hier wurde auch der sogenannte MGO Faktor nachgewiesen.

MGO steht für Methylglyoxal, der Stoff, der dem Manuka Honig einen Großteil seiner Wirkung verleiht und ihn von anderen Honigen unterscheidet.

Die Konzentration von Methylglyoxal (MGO) ist in Manuka Honig ca. 100 Mal höher als in anderen Honigsorten. Die genaue Konzentration ist abhängig von der Art der Manuka Pflanze (Südseemyrte).

Der Honig erscheint regelmäßig in wissenschaftlichen Studien für verschiedene Krankheiten als Studienobjekt. So wurde kürzlich an einer Klinik in Berlin nachgewiesen, dass der Honig die Heilung von diabetischen Fußsyndrom enorm beschleunigt.

Außerdem setzen ihn viele Kliniken inzwischen als Medikament zur Wundbehandlung ein. In den USA wurde er vor kurzem als Heilmittel bei Infektionen zugelassen, die in Zusammenhang mit einer Chemotherapie vorkommen.

 

Entwicklung von neuen Medizinprodukten auf Manuka Basis

In Bonn wurde ein neues Produkt namens Medihoney entwickelt, auf Basis von Manuka Honig. Die Erfahrungen aus verschiedenen Tests und Studien wurden vom Forscher Team zunächst gesammelt und aufbereitet.

Auf Grundlage dessen wurde mithilfe des MGO Wirkstoffes ein neues Medizinprodukt für die Verwendung in Krankenhäusern erstellt. Inzwischen gibt es auch die ersten Consumer Varianten, zum Beispiel ein Wundgel zur Behandlung von offenen Wunden.

 

Studie über Wachstum und Erhaltung von oralen Bakterien mit Manuka Honig

In einer aktuellen Studie an der Universität Victor Segalen in Frankreich wurde Manuka Honig auf die Auswirkung auf Bakterien der Mundflora getestet.

Bereits bei einer Konzentration von 200 μg/ml konnte eine Verminderung von pathogenen Plaque-Bakterien festgestellt werden.

In der Studie kam man zu dem Ergebnis, dass pathogene Plaque-Bakterien bei einer Manuka Konzentration von 500 μg/ml zuverlässig reduziert wurden.

Hervorzuheben ist, dass die antibakterielle Wirkung lediglich pathogene Keime betrifft. Gesundmachende Bakterien vermehrten sich sogar, was zu einer verbesserten Mundflora führt.

Die komplette Studie finden Sie unter http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1075996410001897

 

Wirkung von Manuka gegen antibiotikaresistente Keime

In einer weiteren Studie an der Universität von Malaysia wurde die Wirkung von Manuka gegen antibiotikaresistente Wundkeime untersucht.

Man testete 15 verschiedene Antibiotika, mit und ohne die Zugabe von Manuka Honig gegen MRSA und Pseudomonas aeruginosa.

Das Ergebnis brachte 5 neue Antibiotika/Manuka Kombinationen hervor, die eine antibakterielle Wirksamkeit gegen die Keime zeigten.

Damit könnten Wundinfektionen mit einer der beiden Keime in Zukunft effektiv behandelt werden.

Die komplette Studie finden Sie unter http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0045600

 

Weitere Anwendungsgebiete

Weiterhin zeigen aktuelle Studien, dass Manuka Honig sehr gut bei Verbrennungen hilft. Durch Auftragen des Honigs, kann man die Wundheilung extrem beschleunigen.

In fast allen Fällen hat sich die benötigte Zeit zur Heilung signifikant verringert. Dies war in vielen Fällen unabhängig von der Schwere der Verbrennung. Noch bessere Ergebnisse ließen sich durch die zusätzliche Einnahme des Honigs erzielen.

Hier ein Link zur Studie (leider nur auf Englisch): Practical Application of Manuka Honey 

Auch bei Heuschnupfen und Neurodermitis zeigt der Honig seine Wirkung. Überreaktionen des Immunsystems verursachen die meisten Symptome der beiden Krankheiten.

Da sich das Immunsystem zu großen Teilen im Darm befindet, wirkt sich die Einnahme des antibakteriellen Honigs positiv auf die Darmflora aus.

Außerdem wirkt Manuka gegen den bekannten Helicobacter Keim (häufiger Auslöser für Magenschleimhautentzündung), der mit aktuellen Antibiotika nur schwer zu bekämpfen ist.

Das Milieu der „guten“ Darmbakterien beginnt sich bei regelmäßiger Einnahme langsam zu normalisieren. Im Artikel Manuka Honig Anwendungen finden Sie zahlreiche weitere Erfahrungen und Anwendungsgebiete für Manuka.

Häufig werden bei der anfänglichen Einnahme von Manuka Begleiterscheinungen wie Durchfall oder ein brennendes Gefühl bei äußerer Anwendung festgestellt. Meist verschwinden die Nebenwirkungen jedoch schnell wieder.

Zurückzuführen kann man diese darauf, dass der Körper damit beginnt viele der vorhandenen Schadstoffe zu lösen. Anschließend beginnt der Darm damit diese Schadstoffe abzutransportieren.

 

Neue Inhaltsstoffe entdeckt

Bekannt wurde Manuka Honig für seine außergewöhnlichen antibakteriellen Fähigkeiten. Durch seine Wirkweise vermindert Manuka zum Beispiel den Einfluss krebserregender Stoffe. Wie wir heute wissen, ist das zu großen Teilen auf die Bestandteile MGO (Methylglyoxal) und DHA (Dihydroxyacetone) zurückzuführen.

Sowohl MGO als auch DHA sind hochgradig reaktive Substanzen, die eine ganze Reihe von chemischen Reaktionen in Gang setzen.

Am Institut für Lebensmittelforschung der TU Dresden konnte man 2015 einen weiteren Baustein in der Manuka Wirkformel entdecken, die sogenannte 2-AP Konzentration.

Daraufhin untersuchte man 11 verschiedene Manuka Honige auf die 2-AP Konzentration. Die Ergebnisse schwankten zwischen 0,08 und 0,45 mg/kg. Das entspricht einer Abweichung von über 600%.

Die 2-AP Konzentration bei MGO-Werten oberhalb von 250 mg/kg (MGO 250+) lagen deutlich höher als bei niedrigeren MGO-Werten.

Weiterhin fand man heraus, dass der 2-AP Wert in normalem Honig steigt, wenn man künstlich hergestelltes MGO hinzugibt und den Honig 12 Wochen lang bei 37°C lagert.

Alle Daten zur Studie finden sich unter https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26365614

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