Die Herstellung von Propolis

 
Bienengitter zur Propolis HerstellungWie stellen Bienen eigentlich Propolis her? Und wie können wir Menschen Propolis nutzen, ohne den Bienen zu schaden?

 

Wie Bienen Propolis herstellen

Die Propolis Herstellung übernehmen im Bienenvolk die erfahrenen, älteren Bienen. Sie kennen sowohl die äußere Umgebung als auch die Bedürfnisse ihres Volkes.

Zum Sammeln des Harzgrundstoffes nagen die Bienen mit dem Mund (Mandibeln) das Harz von den Bäumen. Gesammelt wird im Frühjahr und im Herbst bei Temperaturen von mindestens 20°C.

Interessant ist, dass sie dabei niemals durch das extrem klebrige Baumharz verkleben. Über ihr Mundwerk sondern sie dabei verschiedene Stoffe ab, die das Sammeln erleichtern. Getragen wird das Harz in kleinen Körbchen an den Hinterbeinen.

Nachdem die Sammelbienen das Harz in den Bienenstock transportiert haben, kann es bis zu vier Stunden dauern das Harz aus den Körbchen der Hinterbeine zu entfernen. Meist sind an diesem Prozess mehrere Bienen beteiligt, die anschließend das Propolis im Bienenstock verteilen.

 

Propolis Herstellung – Wie Imker Propolis gewinnen

Da die Bienen das Propolis sofort nach dem Sammeln im Bienenstock verbauen, müsste man die fertigen Propolisstückchen aus dem Bienenstock herausbrechen. So kann der Stock jedoch sehr leicht beschädigt werden und die Bienen wären unnötigen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Sie würden schneller erkranken, was natürlich nicht im Sinne des Imkers ist.

Damit Bienenstock und Bienenvolk keinen Schaden nehmen, setzen die meisten Imker zur Herstellung von Propolis sogenannte Propolisgitter ein. Die Bienen haben nämlich die Angewohnheit, alle kleineren Löcher die sich in einem bestimmten Radius um den Bienenstock herum befinden mit Propolis zu verschließen. Dabei dürfen die Löcher einen Durchmesser von 4,7 mm nicht überschreiten. Größere Löcher versiegeln die Bienen nämlich mit Wachs.

Nachdem die Bienen das Propolisgitter mit dem Kittharz überzogen haben, lassen sich die Propolisstückchen ganz einfach herausbrechen. Rohpropolis ist bei Temperaturen zwischen 0°C und ca. 25°C hart und brüchig. Weich und formbar wird es erst ab ca. 30°C.

Bis die Bienen ein einzelnes Propolisgitter fertig bearbeitet haben, dauert es mehrere Wochen. Ein ganzes Volk schafft es pro Jahr lediglich zwischen 100 g und 250 g Propolis zu produzieren. Wie viel die Bienen tatsächlich produzieren, hängt von den klimatischen Bedingungen sowie den umliegenden Pflanzen und Bäumen ab.

 

 

 

Die Herstellung von Propolistinktur

In seiner Reinform ist Propolis hart und brüchig. In dieser konzentrierten Form findet es in der Apitherapie jedoch nur selten Anwendung. Zur praktischen Anwendung und weiteren Verarbeitung zum Beispiel für Salben, eignen sich Propolistinktur*oder Pulver deutlich besser.

Um Propolistinktur herzustellen benötigt man lediglich etwas Propolis Pulver* und hochprozentigen Alkohol (trinkbar). Nachdem beide Zutaten miteinander vermengt wurden, kommt die Mixtur in größere Braunglasflaschen. Diese müssen anschließend ca. sechs Wochen lagern. Anschließend wird die fertige Tinktur meist in kleinere Fläschchen abgefüllt und entsprechend etikettiert. Übliche Abfüllmengen sind 10, 20 und 50 ml. Nach dem Abfüllen ist die Propolistinktur für über ein Jahr haltbar.

 

 

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